Ben Wohlketzetter (li.) erzielte vor der Pause das 1:1. Foto: Joachim MentelBen Wohlketzetter (li.) erzielte vor der Pause das 1:1. Foto: Joachim Mentel

Die Löwen-U17 hat es im siebten Spiel erwischt. Nach sechs Siegen musste sie sich diesmal bei der SpVgg Bayreuth mit einem 2:2 zufriedengeben. Bereits in der 2. Minute gingen die Oberfranken durch Jonas Germershausen in Führung. Ben Wohlketzetter glich noch vor der Pause aus (35.). Nach der neuerlichen Führung durch Nick Karnitzschky (58.), der sein 13. Tor im sechsten Spiel erzielte, war es Patrik Lacic der per Kopf zum Endstand traf (77.).

Denkbar schlecht starteten die Junglöwen in die Partie. Eine Hereingabe von links rutschte durch auf Jonas Germershausen, der am zweiten Pfosten keine Mühe hatte, den Ball zur Bayreuther Führung aus sechs Metern ins kurze Eck zu schieben (2.). Es dauerte bis zur 10. Minute, ehe die Sechzger erstmals gefährlich vors Tor der Oberfranken kamen. Arda Efe hatte an der linken Eckfahne seinen Gegenspieler ausgespielt, ging nach innen, passte dann zurück auf Paul Sturm, der halblinks aus neun Metern zum Abschluss kam, aber genau auf Torwart Nicolas Bamow zielte. Die Gastgeber waren bei Umschaltsituationen immer gefährlich. So auch in der 22. Minute. Paul Gsell legte am 1860-Strafraum nach rechts raus auf Nick Kamitzschky, der aus 14 Metern knapp übers lange Eck zielte. Eine Flanke von rechts durch Sturm nahm Ben Wohlketzetter im rechten Rückraum direkt, schoss aber übers Bayreuther Tor (32.). Drei Minuten später erzielten die Junglöwen den Ausgleich. Efe leitete den Ball per Hacke auf Sturm weiter, der spielte tief in den Strafraum, der eingelaufene Wohlketzetter war vor Torhüter Bamow am Fünfmeterraum am Ball, umkurvte ihn und schob ins linke Eck zum 1:1 ein (35.). Bei einem Distanzschuss von Lennart Dietsch kurz vor der Pause musste Dennis Duru im 1860-Tor nicht eingreifen, weil der Ball knapp über die Querlatte ging (45.+2).

Nach Wiederanpfiff hatten die Junglöwen Glück, dass nach einer Hereingabe von rechts durch Kamitzschky gerade noch Jahi Osmani den Schuss von David Gebelein aus sechs Metern blocken konnte (50.). Ein Distanzschuss von Efe fünf Meter vorm linken Strafraumeck ging nur knapp am kurzen Eck vorbei (57.). Im Gegenzug gelang den Oberfranken die erneute Führung. Jonathan Berthold hatte im Mittelfeld auf Paul Konrad gepasst, Manuel Curic attackierte ihn nicht konsequent, er passte tief in den Strafraum, Kamitzschky lief von rechts im Rücken von Patrik Lacic ein, schloss aus 13 Metern sofort ab und traf zum 2:1 ins lange Eck (58.). In der 72. Minute konterte Bayreuth, Kamitzschky kam rechts an der Strafraumkante zum Abschluss, jedoch blockte Osmani den Schuss zur Ecke. Nach einer Lacic-Flanke aus dem linken Halbfeld köpfte Sturm vollkommen frei an der Fünfmeterkante den Ball auf Torhüter Bamow (76.). Im Anschluss an einen Einwurf auf der linken Seite passte Sturm auf Efe, der flankte fast an der Eckfahne nicht mit links, sondern legte sich den Ball auf den rechten Fuß und fand mit seiner Hereingabe den aufgerückten Linksverteidiger Lacic, der fast aus der gleichen Position wie zuvor Sturm zum Kopfball kam, die Kugel jedoch unhaltbar für Bamow zum 2:2 im rechten Eck versenkte (77.). Zwei Minuten später konterte Bayreuth, wieder kam Kamitzschky halbrechts zum Abschluss, aber Duru war zur Stelle, parierte den Schuss (79.). Beinahe hätte der kurz zuvor eingewechselte Bienvenue Kawele in der 89. Minute die Partie entschieden. Krasniqi hatte von rechts auf Höhe der Mittellinie den Ball in den Strafraum gechipt, der 1860-Stürmer schaltete am schnellsten, Bamow kam nicht aus seinem Tor, doch Kawele schloss nicht direkt ab, wollte die Kugel mitnehmen, so konnte ein Verteidiger am Elfmeterpunkt im letzten Moment das Spielgerät weggrätschen. Aber es sollte nicht die letzte Möglichkeit gewesen sein. Nach einem Freistoß von Sturm aus dem linken Halbfeld landete der Ball bei Valentin Bannert. Der drehte sich mit dem Rücken zum Tor links um die eigene Achse, schloss mit rechts ab, traf aber aus sechs Metern nur die Querlatte (90.+4). Somit blieb es beim 2:2. Die Junglöwen büßten damit im siebten Spiel die ersten beiden Punkte ein.

„Wir sind äußerst unglücklich in die Partie gestartet“, kommentierte Trainer Christian Stegmaier den frühen Rückstand. „Dadurch haben wir etwas gebraucht, um ins Spiel zu finden. Danach waren wir präsenter und stärker.“ Der Gegner habe auf dem engen Platz gut verschoben. „Dadurch sind wir nicht in die Zwischenräume gekommen. Es wurde zwar mit zunehmender Spieldauer besser, ohne dass wir jedoch konsequent Torchancen herausspielen konnten“, monierte er. Nach dem 1:1 habe sein Team einige Großchancen gehabt, um in Führung zu gehen. „Bayreuth hat es gut gemacht, hat uns wenige Möglichkeiten gegeben, um Umschaltmomente zu generieren.“ Den 34-Jährigen ärgerte besonders der zweite Gegentreffer. „Der ist viel zu leicht gefallen“, fand er. Trotzdem zog Stegmaier ein positives Fazit. „Wir haben zwei Rückstände aufgeholt, sind 90 Minuten angerannt und weiterhin in der Hauptrunde ungeschlagen. Nur Schade, dass es mit dem Lucky Punch nicht geklappt hat“, ärgerte er sich über den Lattentreffer von Valentin Bannert in der Nachspielzeit.


STENOGRAMM

U17-DFB-Nachwuchsliga, Hauptrunde Liga B Gruppe C
7. Spieltag, 22.03.2025, 13 Uhr
SpVgg Bayreuth – TSV 1860 München 2:2 (1:1)

TSV 1860 München
Duru (Tor) – Osmani, Curic, Lippmann, Lacic – Wohlketzetter (58., Körber), Krasniqi, Sturm – Schmid (68., Weinelt), Amusan (58., Bannert), Efe (85., Kawele)

Tore
1:0 Germershausen (2.), 1:1 Wohlketzetter (35.), 2:1 Karnitzschky (58.), 2:2 Lacic (77.)

Gelbe Karten
Bisvevic, Konrad, Gsell – Amusan, Curic, Sturm

Zuschauer
153 Sportanlage Kupferberg

Schiedsrichter
Tim Haubenschild (Pegau); Assistenten: Louis Kehl (Markneukirchen), Franz Bernhardt (Ludwigsdorf)

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